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Geisterstunde

Der Geisiefbroich war der Ort, an dem ein reicher Mann sein Gold vergraben hatte.
In der Weihnachtsnacht kam zur Geisterstunde eine Goldkiste an die Erdoberfläche.
Diese konnte man erwischen, wenn man sich dem Teufel verpflichtete und kein Wort sprach.
Einmal nun ging ein Mann zur Geisterstunde an jenen Ort und lauerte auf die Kiste.
Schließlich kam die Kiste langsam aus dem Erdboden heraus.
Schnell gelang es dem Mann, die Kiste zu erwischen.
Er atmete auf und sagte: „Nun habe ich sie bald.“
Daraufhin war, weil er gesprochen hatte, alles für ihn verloren.

(Anm.: Der „Geisief“ liegt zwischen Froitscheidt und Harscheidt. Als „Broich“ bezeichnet man eine feuchte Wiese oder Sumpfland.)

Quelle: Franz-Josef Brandenburg