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10 Tage im Artilleriebeschuss

In der Nacht vom 15. zum 16. September 1944 pfiff die erste Granate in Schmidt hinein nachts um 12 Uhr.
Wir lagen schon im Schlafe.
Durch das unheimliche Pfeifen wurden wir wach.
Wir standen auf und gingen nach draußen, um zu sehen, was das gewesen sei.
Unsere Mutter kam vom Nachbar und sagte: „Die Artillerie hat ins Dorf geschossen.“
Wir hörten oben auf der Straße die Leute sprechen.
Wir gingen alle auch dort hin, um zu hören, was zu tun sei.
Im Dorf hörten wir Laufen und Rufen.
Weil die meisten Leute sich schon in den Tälern Hütten gebaut hatten, wussten wir nicht, was los war (Der Satz ist unverständlich).
Da! Der zweite Abschuß! Schon pfiff die zweite Granate heran und schlug im Morsbachtal ein (ein Bachtal Richtung Rursee), wo die meisten Leute Zuflucht gesucht hatten.
Gegen fünf Uhr hörte der Bechuß auf, am Morgen hörten wir, dass die Schanzarbeiter fluchtartig das Dorf verlassen hätten.
Über Tag war es ruhig.
Am anderen Abend um 10 Uhr (10 p.m.) fing der Beschuß wieder an bis gegen Morgen.
Jeden Abend fast um die gleiche Zeit setzte der Bechuß ein.

Verfasser unbekannt, wahrscheinlich Albert Lennartz , damals 11 Jahre alt