Sie sind hier: Startseite » Chronik » Dorfchronik

Erinnerungskreuz

Es war am 7. Januar 2009 beim <Neujahrsempfang> in der Kirche.
Frau Maria kam zu Ludwig Fischer und erzählte:
Jedes Mal, wenn ich an dem Splitterkreuz vorbeigehe, muß ich an meinen Mann denken.
Damals hatte er ein Sägewerk unten in Scheidtbaum.
Immer, wenn er in einen Splitter sägte – das war damals alltäglich und geschah mehrmals beim Bearbeiten eines Baumstammes – wurde der Splitter aus dem Holz heraus genommen und in eine Kiste gelegt.
Auch hat Otto damals viele Splitter gesammelt.

Erinnerungskreuz

(Das Kreuz wurde hergestellt von Hans Deuster, Walter Jung, Wido Schleicher und Siegfried van Dürme)

„Weißt du, was er damit getan hat?“ fragte sie mich.
Ehe ich antworten konnte, gab sie selbst die Antwort:
„Er hat die Splitter verkauft, und von dem Geld haben wir unsere Aussteuer zusammen gekauft.
Das war gar nicht einfach, damals 1945/46.
Doch wir haben es gemeinsam geschafft.
Daran muß ich dann heute noch denken, wenn ich an dem Kreuz vorbei gehe.“
Ich muß gestehen, diese Geschichte hat mich doch sehr berührt und auch etwas stolz gemacht.
Zeigt sie doch, daß dieses Kreuz auch heute noch bei vielen Erinnerungen weckt.
Dazu haben wir es ja auch schließlich zusammen gefügt und aufgestellt.
Selbstverständlich soll es auch an die vielen Gefallenen in unserer Gegend erinnern.

Quelle: Ludwig Fischer