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Schmidter Geistliche

Geschrieben von: Wilhelm Schleicher, Hennef
Übergeben an den Heimatbund 500 Jahre Schmidt e.V. durch Franz-Josef Brandenburg

Wir finden u. a. in den Kölner Weiheprotokollen aus dem Schmidter Raum die Daten folgender Geistlicher:

Frantzen, Johann Heinrich, geb. am 8. Juli 1760 in Harscheidt, am 13. Juli 1783 die Priesterweihe empfangen, dann Vikar zu Simmerath, 1795 Pfarrer in Jakobwüllesheim und stirbt als Pfarrer zu Simmerath am 13. Mai 1821.

Frings, Johann Hilger, geb. am 8. Oktober 1759 in Neuenhof bei Schmidt (Richtung Heimbach), empfing am 18. September 1784 die Priesterweihe, am 28. Oktober 1796 Pfarrer zu Floisdorf (bei Mechernich).
Im Jahre 1799 wird Johann Frings in der Pfarrei Hausen erwähnt.

Naas, Wilhelm Theodor, geb. am 16. Oktober 1727 in Schmidt, im Jahre 1755 zum Priester geweiht, dann in Steckenborn, in Berg vor Nideggen und in Vlatten, gestorben 1790.

Stollenwerk Johann, geb. am 8. September 1710 als Sohn des kurfürstlichen Försters, 1743 zum Priester geweiht, im Jahre 1759 gestorben.

Stollenwerk Johann Josef, geb. in Schmidt 1726, empfing die Priesterweihe 1753, wirkte als Rektor und Pfarrer in Lammersdorf, gestorben 1806.

Schmidter Geistliche und Ordensleute aus jüngerer Zeit:

Geboren am 8. September 1865 in Schmidt als Sohn von Bürgermeister Vogt, empfing Josef Vogt am 19. August 1888 in Köln die Priesterweihe, kam 1891 ans Kölner Generalvikariat, später Domvikar, wurde im Jahre 1931 zum ersten Bischof der neuen Diözese Aachen ernannt.
Bischof Josef Vogt, Dr. theol. Dr. jur. can. Dr. theol. h.c., starb am 5. Oktober 1937 in Monschau.

Ehrendechant Andreas Stollenwerk, geb. am 24. Februar 1878 in Schmidt, wurde 1903 zum Priester geweiht.
Er wirkte lange Jahre an Kölner Kirchen, starb 1943 und fand seine letzte Ruhestätte auf dem Friedhof seiner Heimatgemeinde Schmidt.

Um 1850 wird in Kommerscheidt ein Pater Heinrich Falter erwähnt.
Er trat in Roermond in den Redemptoristenorden.
Um 1900 unternahm er eine Missionsreise nach Amerika, erkrankte auf See und starb.

In denselben Orden trat Pater Johann Bauer aus der Heimbacher Straße im Jahre 1896.
Er starb 1938 in Bochum.

Pater Christian Falter aus Kommerscheidt feierte 1922 die Primizfeier, gehörte der Kongregation der Mission der HI. Familie an.
Er starb vor wenigen Jahren als Priester in Thum bei Nideggen.
Hier wirkte er über 25 Jahre und feierte hier auch sein goldenes Priesterjubiläum.

Sein Bruder Severin Falter empfing im Jahre 1925 die Priesterweihe und war im selben Orden tätig.

Im Jahre 1928 feierte der Schmidter Martin Schönewald sein erstes Messopfer; er wirkte im Trappistenorden Maria-Wald.
Seine Primizfeier wird den älteren Schmidtern noch in guter Erinnerung sein.

Josef Wergen aus Harscheidt war im Simpelvelder Orden (NL, Süd-Limburg) vom Herz-Jesu-Colleg (wohl: Kolleg = Schule) als Bruder tätig.

Benno Stollenwerk aus Kommerscheidt, seit 1943 im Kloster, 1956 zum Priester geweiht, stand seit 1957 im südamerikanischen Missionsdienst (und verstarb am 22.11.2002 in Sao Paulo, Brasilien).

An Ordensfrauen aus der Schmidter Pfarrei, seien - soweit sie mir bekannt wurden - namentlich genannt:
aus dem vorigen (= 19.) Jahrhundert:

Eva Falter, Agnes Naas;

ab 1900:

Therese Müller, Helene Wergen, Sophia Dick, Johanna Bauer, Margareta Naas, Katharina Poschen, Maria Löhrer, Elisabeth Wergen, Maria Heck, Maria Stollenwerk, Maria Lennartz, Gertrud Bergsch, Christine Schleicher;
aus der Nachkriegszeit:
Katharina Wirtz seit 1945 Schwester M. Diomira; Roswitha Flatten (Tochter des Hauptlehrers), seit 1969 Schwester M. Andrea (im Aachener Karmelitinnen-Kloster in der Lousbergstraße).