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Was sagen die Amerikaner über Schmidt

Geschrieben von: Ludwig Fischer

In der Divisionsgeschichte der 78. amerikanischen Infanteriedivision heißt es:

Die kriegszerstörte Stadt, zerstört durch Bomben und Granaten, war eine Legende.
Jetzt war diese Legende Wirklichkeit.
Ganz vorsichtig gingen die Truppen vor.
Es schien unmöglich, dass sie in die Stadt strömten und die Festung Schmidt eroberten.
Hier waren sie aus den Straßen von Chikago, Atlanta, Bridgeport, Petersburg, marschierten durch die mit Schutt gefüllten, zerstörten Straßen von Schmidt.
Sie griffen ihre Gewehre fester und gingen schneller in die einstige Festungsstadt.
Es gab Gebäude (Häuser) in Schmidt, doch das waren Ausnahmen.
Die Gebäude lagen zerstört in den Straßen.
Andere Strukturen (Fachwerk) schien zersplittert zu sein, Wände waren weggeblasen.
Betten, Kleider, Kleiderschränke, Sofas, Tische, bzw. das was von ihnen übrig geblieben war, lagen in den Straßen.
Die Löcher der Fenster klafften, Kellereingänge waren mit Bergen von Schutt zu gedeckt, Dächer waren abgedeckt und Wasser tropfte auf Porzellanschränke, Decken und Kleider. Nicht ein Haus in der gesamten Stadt war der Markierung des Krieges entflohen (war unbeschädigt).
Schmidt war eine dreckige Stadt.
Der Tauwind hat eine schleimige Masse über die Holzbalken gelegt, die entlang der Straße geschleudert wurden.
Nichts lebte in Schmidt.
Kühe, Hunde, Hühner waren unter den Trümmern begraben und verwesten.
Aufgedunsene Pferde, ihre Köpfe zerschossen, lagen in den Straßen unter zerschossenem Holz, das einmal Dachsparren war.
Die Straßen waren matschig, gefüllt mit gähnenden Kratern, mit Dreck und Wasser.
Doch sie wussten, mit der Eroberung von Schmidt würden sie auch die Nazis besiegen können.
Weiter wird angeführt, wie viel Kriegsmaterial man benötigte, bis man Schmidt erreicht hatte: u. a. schoß die amerikanische Artillerie 100000 Salven, 28400 Panzerminen wurden verlegt, 3500 andere, 159000 Pfund TNT wurden benötigt, 2000 Meilen Fernmeldekabel.
Die Verluste der Amerikaner werden hier nicht erwähnt.
Nur in dem Buch „Das Blaue Bataillon“ sind sie von dieser Einheit, die auch zur 78. Infanteriedivision gehört, aufgeführt.
Am Ortsanfang von Strauch kommend wird ein großes Schild angebracht mit der Aufschrift:
"Du betrittst jetzt Schmidt dank der Tapferkeit der 78. Infanteriedivision".